Einlagerung von chirurgisch gewonnenen Tumorproben

  • Warum ist die Einlagerung von Tumorgewebe sinnvoll?

Im Rahmen einer operativen Entfernung Ihres Tumors oder einer Biopsie-Entnahme wird das Gewebe normalerweise nicht in standardisierter Form gewonnen und die notwendigen Kriterien für eine Anwendung innovativer und komplexer Analyseverfahren werden nicht beachtet. Das Gewebe wird zur feingeweblichen Beurteilung in die Pathologie geschickt und nach der Routinebeurteilung mit Ausnahme von einem Gewebeblock üblicherweise vernichtet.

IndivuTest bietet Ihnen die Möglichkeit einen Teil des Tumorgewebes in überwachter Form einzulagern, um Ihnen möglichst viele Analyseoptionen zur Behandlung Ihrer Erkrankung offen zu halten.

Bei Patienten mit Tumoren in einem frühen Stadium der Erkrankung, bei denen im Anschluss an die chirurgische Therapie keine Nachbehandlung erforderlich ist, weil ein Wiederauftreten der Erkrankung unwahrscheinlich ist, dient die eingelagerte Gewebeprobe der Rückversicherung, damit diese für den Fall, dass die Erkrankung doch wieder auftritt, verfügbar ist.

Bei Erkrankungen, für die ein etabliertes Behandlungsverfahren zur Verfügung steht, kann auf die Proben und deren Analytik zurückgegriffen werden, wenn sich die etablierte Therapie als nicht erfolgreich erweisen sollte.

Auch ist zu bedenken, dass der Fortschritt der Wissenschaft und Technik enorm an Tempo gewonnen hat. Neue, wissenschaftliche Erkenntnisse können deshalb schon bald zu neuen analytischen und therapeutischen Möglichkeiten führen, für die dann auch Gewebe vorhanden wäre.

  • Wie funktioniert die Probeneinlagerung?

Sollten Sie sich für die Möglichkeit der Probeneinlagerung entscheiden, benötigen wir vor der Operation von Ihnen eine unterschriebene Einwilligungserklärung und Angaben zum Ort und Zeitpunkt Ihrer Operation. Die Einwilligungserklärung erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt. Die Operation / Biopsie wird vorzugsweise in einer unserer Partnerkliniken stattfinden, in denen unsere Mitarbeiter bereits im Routinealltag eingebunden sind.

Eine speziell ausgebildete Krankenschwester von uns wird während Ihrer Operation bzw. der Biopsie-Entnahme anwesend sein und das entnommene Gewebe nach unserem ISO zertifizierten Standard schnellstmöglich aufbereiten und konservieren. Die Gewebeproben werden noch am Entnahmeort umgehend bei -180°C tiefgefroren bzw. in Formalin fixiert. Die Blutproben werden gekühlt ins Labor gebracht, zu Plasma aufgearbeitet und bei -80°C gelagert.

  • Welche Kosten entstehen für mich?

Die Kosten für die Gewebe- und Blutprobengewinnung, sowie deren Aufarbeitung, Qualitätskontrolle (798,- Euro) und Einlagerung für das erste Jahr (150,- Euro), wird mit einem einmaligen Gesamtbetrag von 948,- Euro in Rechnung gestellt.

Die Lagerung kann jährlich durch die Zahlung einer Gebühr in Höhe von 150,- Euro verlängert werden.

Alle Arbeitsschritte werden von unserem eigenen, speziell geschulten Fachpersonal vorgenommen.

Sollten Sie keine weitere Lagerung Ihres Gewebes wünschen, werden wir das Gewebe vernichten. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit dieses der Forschung zur Verfügung zu stellen.

Weitere ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte unserem Informationsflyer.