Zielprotein Analytik (Immunhistochemie)

Immunhistochemische Analysen (IHC) werden an formalinfixierten Gewebeproben des Primärtumors und/oder der Metastase durchgeführt. Innerhalb kürzester Zeit nach Entnahme bei der OP (<10 min) bzw. nach Biopsie (<1 min) wird das Gewebe zur Fixierung in Formalin überführt und nach Abschluss der Fixierung in Paraffin eingebettet. Eine H&E Färbung von Gewebeschnitten dient der mikroskopischen Bestimmung des Tumorzellanteils.

Der Nachweis von Zielproteinen wie EGFR, Her-2, c-MET, VEGFR-2, IGF-1R, EML4-ALK, Ki-67, Topoisomerase-II-alpha erfolgt mit Antikörpern, deren Spezifität zuvor validiert worden ist.

Die Analysen werden unter Verwendung des vollautomatischen Ventana BenchMark Ultra-Färbesystems der Firma Roche, das eine sehr hohe und reproduzierbare Qualität garantiert, durchgeführt.

Diese Analysen geben einen Aufschluss über das Vorhandensein therapierelevanter Zielproteine auf Krebszellen, sowie den prozentualen Anteil an potentiell angreifbaren Tumorzellen. Die Präsenz des Zielproteins würde eine entsprechende Therapieauswahl nahelegen, das Fehlen Wirkstoffe ausschließen und dem Patienten damit Nebenwirkungen ersparen.