Signalweg Analyse

Signalübertragungsprozesse in der Zelle verlaufen über zahlreiche unterschiedliche Signalkaskaden. Signalmoleküle, wie z.B. Hormone und Wachstumsfaktoren binden extrazellulär an Transmembranrezeptoren, die Informationen in das Zellinnere weiterleiten. Dies erfolgt über die Aktivierung (Phosphorylierung) der intrazellulären Domäne des Rezeptors. Die Weiterleitung der Signale in den Zellkern erfolgt kaskadenartig über Phosphorylierungen von intrazellulären Signalproteinen. Durch Fehlregulationen dieser Übertragungsprozesse, wie z.B. einer dauerhaften Aktivierung von Signalproteinen in der Zelle, kann es zu unkontrollierter Proliferation von Zellen und somit zur Tumorentstehung kommen.

Neue Technologien, die zur Analyse des Aktivierungszustandes von Signalproteinen eingesetzt werden, ermöglichen einen detaillierten Einblick in biologische Prozesse von Tumorzellen unter Verwendung nur geringer Tumorzellmengen. Für die Analyse werden kryokonservierte Gewebeproben eingesetzt, deren Phosphorylierungsstatus zum Zeitpunkt der Gewebeentnahme durch sofortige Überführung in flüssigen Stickstoff fixiert wurde. Der prozentuale Anteil phosphoryliert vorliegender Signalproteine (u.a. ERK, MEK und AKT) wird gemessen und ist Ausdruck des Aktivierungsstatus des Signalweges. Zur Dateninterpretation werden die Ergebnisse in Bezug zu Daten von Kontrollzellen und Patientenvergleichsgruppen gesetzt und bewertet.